"Umweltpolitik ist beste Wirtschaftsförderung"

Umwelt

Kreisrat Fritz Fuchs (4. v.r.) leitet den neu gegründeten überparteilichen Umweltarbeitskreis der Landkreis-SPD

Überparteilicher Umweltarbeitskreis gegründet – regionaler Arbeitsansatz
Straubing-Bogen: Erfolgreich verlief die Gründungsversammlung des überparteilichen SPD-Umweltarbeitskreises am Montag im Gasthaus Schmid in Wolferszell und zum Vorsitzenden wurde Kreisrat Fritz Fuchs gewählt. SPD-Kreisvorsitzender Daniel Süß bezeichnete langen Atem, Ausdauer und überparteiliches Engagement als erforderlich, um beim Umweltschutz die gesetzten Ziele zu erreichen. Exemplarisch dafür sei der Donauausbau. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung den Ausbau mit Staustufen ablehne und auch die Kosten für den naturnahen Ausbau um ein vielfaches geringer ausfallen würden, gäbe die Staatsregierung Jahr für Jahr immer neue Gutachten in Auftrag. Mit diesem Unfug müsse jetzt endlich Schluss sein.

Kreisrat und neuer Vorsitzender Fritz Fuchs attestierte gute Fortschritte bei der Umweltpolitik auch im Landkreis. Nicht nur durch die aktuelle Bestellung eines Energiemanagers im Landratsamt trage die Arbeit der SPD-Kreistagsfraktion erfreuliche Früchte. Es dürfe aber keinen Stillstand geben, denn "aktive Umweltpolitik ist die beste Wirtschaftsförderung und trägt zum Erhalt hoher sozialer Lebensstandarts bei." Bald sichere sie in Deutschland mehr Arbeitsplätze als die Autoindustrie. Gerade für Normalverdiener seien bezahlbare Energiepreise auch für die Zukunft von eminenter Bedeutung, so Kreisrat Fritz Fuchs. Gemeinsam mit parteiunabhängigen Mitgliedern und Mitglieder verschiedener Parteien solle der SPD-Umweltarbeitskreis zukünftig aktuelle Themen im Landkreis aufgreifen und anschieben. In der Grundsatzdiskussion war sich die Versammlung einig, die künftigen Arbeitsschwerpunkte sollten in erster Linie einen regionalen Bezug haben. "Global denken, lokal handeln", formulierte Arbeitskreismitglied Willi Zirngibl diesen Ansatz griffig. Neben dem Ziel der Energieunabhängigkeit des Landkreises bis in 30 Jahren soll ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche Landschaftsschutz, Abfallwirtschaft und Mobilität gelegt werden. Beim nächsten Treffen werde man sich mit der Eigenwasserversorgung von Gemeinden am Beispiel der Gemeinde Wiesenfelden befassen, beschlossen die Arbeitskreismitglieder einvernehmlich. Walter Schubach wird zur Lärmschutzproblematik an der Bundesautobahn A 3 am konkreten Beispiel von Steinach Information einholen und einen Bericht geben.

Über den Bereich "Grüne Gentechnik" berichtete Norbert Schott, Vorsitzender des Netzwerkes "Zivilcourage". Ziel sei es, ein breites Bewusstsein für die negativen Auswirkungen und Gefahren zu schaffen, welche durch die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen auftrete. Für Landwirte entstünden zusätzliche Abhängigkeiten von Konzernen. Die Verbraucher müssten sich auf die Produktion von gesunden Lebensmitteln verlassen können. Zivilcourage- Schriftführerin Rosi Steger informierte zur Impfpflicht gegen die Blauzungenkrankheit. Unter den Berufskollegen gebe es hier viel Unmut, Unsicherheit und auch Wut. Von offizieller Seite werde zwar noch versucht, die Probleme abzuschieben. In vielen Viehbeständen zeigten sich nach einer Impfung aber Auffälligkeiten und diese dürften nicht einfach ignoriert werden. Sehr kritisch bewertete die Rednerin eine aktuelle Abstimmung dazu im Landtag. "Wir Landwirte können es nicht verstehen, dass mehr den Vertretern der Pharmaindustrie Gehör geschenkt wird und nicht den unmittelbar Betroffenen", so die Rednerin abschließend.

 

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