SPD und ÜPWG stellen Weichen für Kommunalwahl

Kommunalpolitik

Bürgermeisterkandidat Matthias Amann

Feldkirchen: In einer gemeinsamen Versammlung am vergangenen Montag stellten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins und der Überparteilichen Wählergemeinschaft die Weichen für eine erneute Teilnahme an den Gemeinderatswahlen im März 2020. Als wichtigster Punkt wurde Matthias Amann als Kandidat für das Bürgermeisteramt bestätigt.

Ortsvorsitzender und Gemeinderat Josef Anzenberger konnte neben Mitgliedern aus den Reihen des SPD-Ortsvereins zahlreiche Überparteiliche begrüßen. Nach einem kurzen Rückblick zur aktuellen Wahlperiode, wo SPD mit ÜPWG vier Gemeinderäte stellen, dankte Anzenberger den anwesenden Kandidaten für deren Bereitschaft, sich für die Belange und die Zukunft der Gemeinde einsetzen zu wollen. Überrascht und gleichzeitig erfreut zeigte man sich, dass es gelungen ist, neben zahlreichen Listenbewerberinnen und -bewerbern mit dem 36-jährigen Matthias Amann aus dem Ortsteil Mitterharthausen einen jungen Bürgermeisterkandidaten präsentieren zu können. Schließlich zeigte man sich zuversichtlich, bis zur Aufstellungsversammlung Anfang Januar einen nicht nur vollen, sondern auch anspruchsvollen Wahlvorschlag mit motivierten Frauen und Männern jeden Alters, quer durch alle Berufsgruppen und Gemeindeteile anbieten zu können.

Nach Vorstellung der anwesenden Bewerberinnen und Bewerber stellte sich der parteilose Bürgermeisterkandidat vor und umriss dabei kurz seine Beweggründe und Ziele. Er sei in Opperkofen aufgewachsen, verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohne seit drei Jahren mit seiner Familie in Mitterharthausen. Nach dem Abschluss der Realschule habe er eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik absolviert. Nach diversen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wechselte er 2012 zur Fa. Kühne und Nagel als Ausbilder, Beauftragter für Luftfrachtsicherheit und Gefahrgutreferent. Dort sei er seit sechs Jahren auch als Betriebsrat tätig, wo er u. a. gelernt habe, ein Gremium zu leiten, Verantwortung für andere zu übernehmen, Ideen und Lösungen zu entwickeln, Kompromisse zu erarbeiten, sich aber auch durchzusetzen – alles Voraussetzungen, die ein Gemeindeoberhaupt mitbringen müsse. Nach seinem Demokratieverständnis sei es auch nicht hinnehmbar, dass gerade bei Bürgermeisterwahlen dem Wähler keine Alternativen angeboten werden. Da ihn diese Aufgabe reize und ihm die Menschen und eine weitere positive Entwicklung der Gemeinde mit all seinen Ortsteilen am Herzen liege, stelle er sich nach reiflicher Überlegung als Kandidat für das Bürgermeisteramt zur Verfügung. Während sich die Bilanz der amtierenden Bürgermeisterin zwar sehen lassen könne, sei es aber in seinen Augen an der Zeit, dieses Amt in jüngere Hände abzugeben. Nach einem kräftigen Applaus sprachen sich die Versammlungsteilnehmer einstimmig für die Nominierung von Matthias Amann aus.

Im weiteren Versammlungsverlauf erfolgte eine Einigung auf die Eckpunkte eines gemeinsamen Wahlkonzeptes für die künftige Gemeindepolitik. Neben Erhalt und Erneuerung der kommunalen Infrastruktur stehen u. a. Verbesserungen bei der örtlichen Grundversorgung, der Jugend- und Seniorenarbeit, dem öffentlichen Nahverkehr und beim Ausbau des Radwegenetzes innerhalb der Gemeinde und nach Straubing auf der Agenda. Beim Natur- und Umweltschutz müsse die Gemeinde eine Vorreiterrolle einnehmen, um Klima-, Arten- und Gewässerschutz den Bürgern näherzubringen.
 

 
 

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