"Liefern Lebensmittel Wasser in bester Qualität"

Umwelt

SPD-Umweltarbeitskreis favorisiert kommunale Wasserversorgungen
Straubing-Bogen: Wasser in bester Qualität in benötigter Menge und das auch noch zum günstigen Preis liefert die Gemeinde Wiesenfelden seinen Bürgern annähernd flächendeckend. Davon konnten sich die Mitglieder des parteiübergreifenden SPD-Umweltarbeitskreises am Montag vor Ort überzeugen. Bei einer einleitenden Exkursion zu Brunnen und Hochbehälter bei Utzenzell verschaffte Bürgermeister und Kreisrat Anton Drexler seinen Besuchern einen Einblick über die baulichen und technischen Anlagen einer Wasserversorgung. Bei der anschließenden Sitzung in der Pizzeria Al Lago lieferte der Kommunalpolitiker weitere Informationen nach. Grundsätzlich waren sich die Versammelten mit Arbeitskreisvorsitzendem, Kreisrat Fritz Fuchs einig, eine Liberalisierung der Wasserversorgung müsse verhindert werden. Nur wenn diese auch zukünftig ausschließlich in der Hand der Gemeinden und Städte liege, seien Qualität und Bezahlbarkeit für die Bürger sichergestellt. Die Eigenversorgung aus dem Gemeindegebiet wie in Wiesenfelden schärfe ausserdem das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit dem "Lebensmittel Wasser".

Bürgermeister Drexler führte aus, seine Gemeinde habe seit 1996 5,2 Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert. Größtes Augenmerk lege man auf die Versorgungssicherheit, wozu unter anderem der Verbund der Ortsteile, Quellen und Leitungen beitrage. Während in früherer Zeit mehrere Beschaffungsverbände zuständig waren, zeichne inzwischen die Gemeinde flächendeckend verantwortlich. Ziel sei es, den ohnehin hohen Versorgungsbereich noch weiter zu vervollständigen. Bei der Ausweisung von Schutzgebieten sei die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Landwirten unabdingbar.

Im weiteren Sitzungsverlauf befasste sich der Umweltarbeitskreis mit der Lärmproblematik an größeren Verkehrsstraßen. Arbeitskreismitglied Walter Schubach berichtete dazu, die Gemeinde Steinach werde in absehbarer Zeit in Eigenregie einen Erdwall entlang der Autobahn errichten. Der Grundkauf sei bereits getätigt. Dadurch bestehe die Hoffnung, die Geräuschemissionen zumindest zu lindern. Grundsätzlich seien Großstädte über 250 000 Einwohner gesetzlich angehalten, sogenannte Lärmschutzkarten zu erstellen. Dieses Vorgehen halte er auch für den Landkreis überlegenswert, um ein langfristig angelegtes Konzept für Gegenmaßnahmen zu ermöglichen. Aktuell stehe die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien der EU an, bemerkte Walter Schuhbach abschließend. Für Bayern würden hierfür 50 Berater an Landwirtschaftsämtern benötigt. Absehbar würden allerdings nur 14 Planstellen besetzt. Es müsse großes Augenmerk darauf gelegt werden, zumindest eine Stelle für die Region Straubing zu installieren. Die Gewässergüte südlich der Donau sei dafür nur eines von mehreren Argumenten.

Foto: Wiesenfeldens Bürgermeister Anton Drexler (links) erläuterte den Mitgliedern des überparteilichen SPD-Umweltarbeitskreises mit Vorsitzendem Fritz Fuchs (rechts) die Eigenwasserversorgung seiner Gemeinde

 

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